Paulshöhe ist notwendig als Sportplatz und Beispiel für den unfähigen Umgang des Landes mit Traditionsstätten in Mecklenburg Vorpommern.

 

Die aktuelle Situation der Sportanlage Paulshöhe in Schwerin war Thema am Stammtisch bei den Piraten Region Westmecklenburg. Das Schweriner Vorstandsmitglied Karsten Jagau bedauerte, dass die Stadt Schwerin leider nur ein Fußballkonzept erstellt hätte, aber kein Sportkonzept für die Landeshauptstadt existiert. »Paulshöhe ist notwendig
als Sportplatz für Schulen, Vereine und als Bolzplatz für jedermann«, so Jagau.

Kritisiert wurden die Pläne der Stadt, das Gelände für ca. 3 Mio € zu verkaufen, von denen dann noch ca. 2 Mio € in  Restrukturierungsmassnahmen fließen sollen. Der Wert der Paulshöhe liegt bei 6,8 Mio €, der Verkaufserlös bei ca. 1 Mio €. »Die Stadt verschenkt Kulturgut« so Jagau weiter. Der Antrag Paulshöhe unter Denkmalschutz zu stellen wird von den Piraten RWM begrüßt und unterstützt.
Die Stehtribüne aus den Anfangsjahren des Fußball in Deutschland ist im Moment abgesperrt. Die Piraten befürchten, dass die Stadt Schwerin die Entscheidung über den Denkmalschutz von Paulshöhe mit Bulldozern verhindern will. Die Piraten der Region Westmecklenburg erwarten, das die Landeshauptstadt Schwerin sich gegenüber dem Innenminister für ein Sportförderprogramm für alte und traditionelle Sportflächen stark macht und entsprechende Programme auf den Weg bringt.

Auch deswegen will Jagau sich in den Landtag von Mecklenburg Vorpommern wählen lassen, um dort Druck auf die Sportpolitik auszuüben, denn ein Land kann seine Kommunen doch nicht dazu zwingen hundert Jahre alte Sportplätze abzureißen. „Das ist ein Unding!“

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